15 Juni 2009 - 19:30
News ID: 160832
Nach Ermittlungen in Baghdads Gefängnissen sind derzeit mehr als 40 Polizisten der Mißhandlung schuldig.
Nach einer Tour nach Rusafa, eine der am meist belebten Gefängnisse in Ost Baghdad, hatte Jawad Al Bolani gesagt dass die Gefangenen dort ohne Rechte lebten.
Demnach seien die Zellen überbefüllt und Foltermethoden würden angewandt werden um Geständnisse von Gefangenen zu bekommen. Geständnisse für Fälle die sie niemals begangen haben.
Al Bolanis Bericht kommt zu einer Zeit in der die Regierung versucht einen Skandal über Mißhandlungen in irakischen Gefängnissen zu verheimlichen, doch dies scheint nun eine große Rolle zu spielen. Die für den 30. Januar angesetzten Nationalwahlen im Irak, werden durch diesen Skandal ebenfalls beeinflußt werden.
Sadristische Rechtsgelehrte wie Ali al Miyali sagte den Journalisten am Dienstag dass Folter ebenfalls in einem Gefängnis in der Nähe der Stadt Diwaniyah angewandt wurde.
Er sagte weiter dass Insaßen der Gefängnisse dort Geständnisse ablegen mussten, auch dann wenn sie diese Straftaten nie begangen hatten.
Al Bolani sagte dass ein Kommittee gegründet wurde, um die 112 Beschwerden abzuarbeiten. Dies war ebenfalls der Beschluss einer Sitzung vom 11. Juni die im Parlaent stattgefunden hatte.
Das Komittee hat 23 Fälle von Menschenrechtsverletzungen, 20 Fälle von Mißhandlungen welche zu den Befragungen von 43 Polizisten führte, und dutzende Andere Fälle registriert. Vor allem nach dem Erscheinen der Bilder von Abu Ghraib hatten die Amerikaner einen großen Imageschaden erlitten, von dem sie sich bisher noch nicht erholen konnten.